Porto hat immer vom Handel gelebt, und das Golfspiel kam mit dem Wein. 1890 legten Briten, die sich für den Portweinhandel in der Stadt niedergelassen hatten, neun Löcher in den Sand: Daraus wurde der Oporto Golf Club, der älteste der Iberischen Halbinsel. Mehr als ein Jahrhundert später bietet die Küste nördlich und südlich der Stadt noch immer, was der Rest Portugals kaum hat: echtes Links-Golf zwischen Dünen, Strandhafer und den Brechern des Atlantiks.
Der Aufenthalt dreht sich um zwei nahe Plätze, den Oporto Golf Club in Espinho, eine halbe Stunde südlich, und Estela, fünfunddreißig Minuten nördlich. Die Zahl der Plätze bleibt überschaubar: Darüber hinaus braucht man eine Stunde bis Ponte de Lima im grünen Minho-Tal und rund anderthalb Stunden bis Vidago Palace in den Bergen von Trás-os-Montes, wohin man eher für eine Nacht in einem Palasthotel von 1910 fährt.
Die übrige Zeit gehört der Stadt: die Azulejo-Fassaden der Ribeira, die Brücke Dom Luís I über dem Douro, die Portweinkeller von Vila Nova de Gaia am anderen Ufer. Drei bis fünf Nächte genügen, um beide Links zu spielen, einen Tag ins Douro-Tal hinaufzufahren und in einem der großen Restaurants des Nordens zu essen, während der Duft gegrillter Sardinen noch über den Kais liegt.